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Manuelle Lymphdrainage in Oberursel

Manuelle Lymphdrainage (MLD) wird bei Lymphödemen und anderen Schwellungen verordnet, als MLD-30, MLD-45 oder MLD-60. Wir behandeln in Oberursel.

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle Massagetechnik, die den Abfluss der Lymphe fördern soll. Flüssigkeit, die sich im Gewebe sammelt, wird über das Lymphsystem abtransportiert und gefiltert.

Ist dieser Abtransport gestört, staut sich die Flüssigkeit. Es entsteht eine sichtbare Schwellung, die man Ödem nennt. Ziel der Lymphdrainage ist, die angesammelte Flüssigkeit im Gewebe zu verringern.

Wann wird Lymphdrainage verordnet?

Verordnet wird die Lymphdrainage bei Störungen des Lymphabflusses, etwa bei einem Lymphödem. Im Heilmittelkatalog, der Heilmittel den Erkrankungen zuordnet, bilden diese Störungen die Diagnosegruppe LY. Mögliche Ursachen sind Operationen, bei denen Lymphknoten entfernt wurden, und eine Strahlentherapie. Auch Unfallverletzungen oder erkrankte Lymphgefäße können zu einem gestörten Lymphabfluss führen.

Wie läuft die Lymphdrainage bei uns ab?

Wir arbeiten mit flachen Händen und sehr geringem Druck. Mit rhythmischen, kreisenden Griffen verschieben wir die Flüssigkeit zum nächstgelegenen Lymphknoten, der sie weitertransportiert. Teilweise beziehen wir die Atmung ein oder regen weiter entfernte Lymphknoten an. Der Sog, der dabei entsteht, soll den Abtransport unterstützen.

Ziel ist, dass das Gewebe abschwillt und weicher wird. Sie sollen sich dadurch wieder leichter bewegen können.

Die Behandlungszeit von 30, 45 oder 60 Minuten legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf der Verordnung fest. Die Weiterbildung in Manueller Lymphdrainage umfasst mindestens 170 Unterrichtseinheiten und endet mit einer Prüfung.

Warum gehört die Kompressions­therapie dazu?

Ohne Druck von außen füllt sich entstautes Gewebe wieder mit Flüssigkeit. Die Heilmittel-Richtlinie bezeichnet die Kompressionstherapie deshalb als „von entscheidender Bedeutung“. Ist eine Kompressionsbandage verordnet, legen wir sie direkt im Anschluss an die Lymphdrainage an. Für die Binden stellt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine eigene Verordnung als Verbandmittel aus.

Zusammen mit Bewegungsübungen und Hautpflege bilden Lymphdrainage und Kompression die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Möchten Sie sich nach der Behandlung mehr bewegen, bieten wir im selben Haus am Holzweg 14 auch Krankengymnastik am Gerät auf Rezept an. Mit einer Mitgliedschaft können Sie danach in unserem Medizinischen Training weitertrainieren, wo Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler Sie betreuen.

Auf der Verordnung
MLD-30, MLD-45 oder MLD-60
Menge je Verordnung
bis zu 6 Einheiten
Orientierende Behandlungsmenge
bis zu 30 Einheiten
Im Anschluss
Kompressionsbandage, wenn sie verordnet ist
Weiterbildung der Therapeuten
mindestens 170 Unterrichtseinheiten mit Prüfung

Wer zahlt

  • Gesetzliche Krankenkasse mit ärztlicher Verordnung
  • Zuzahlung von 10 % der Kosten plus 10 Euro je Verordnung, ab 2027 plus 15 Euro
  • Kompressionsbinden verordnet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt gesondert als Verbandmittel
  • Private Krankenversicherung oder Beihilfe mit Rechnung, erstattet nach Ihrem Tarif

Fragen zur Lymphdrainage.

Ist Lymphdrainage schmerzhaft?

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Behandlung mit sehr geringem Druck. Wir führen dabei die flachen Hände rhythmisch und kreisend über die Haut.

Was bedeuten MLD-30, MLD-45 und MLD-60?

Die Zahl gibt die Behandlungszeit in Minuten an. Welche Variante auf Ihrer Verordnung steht, hängt vom Stadium der Erkrankung und von der Zahl der zu behandelnden Körperteile ab.

Wie oft wird Lymphdrainage verordnet?

Je Verordnung sind bis zu 6 Behandlungen möglich. Für alle Verordnungen derselben Ärztin oder desselben Arztes zur selben Diagnose nennt der Heilmittelkatalog bis zu 30 Behandlungen als Richtwert, die orientierende Behandlungsmenge. Beim Lymphödem ab Stadium II gilt ein langfristiger Heilmittelbedarf, beim Lipödem derzeit ein besonderer Verordnungsbedarf. In beiden Fällen darf Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Menge für bis zu 12 Wochen verordnen.

Was kostet Lymphdrainage mit Rezept?

Gesetzlich Versicherte leisten eine Zuzahlung von 10 % der Kosten plus 10 Euro je Verordnung. Ab dem 01.01.2027 steigt der feste Betrag auf 15 Euro. Die Kompressionsbinden werden über eine eigene Verordnung als Verbandmittel abgerechnet.

Termin oder Frage? Sie erreichen uns direkt.

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