Direkt nach der Ausbildung verdienst du als Ergotherapeutin in Vollzeit um die 3.300 Euro brutto. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nennt für Ergotherapeutinnen unter 25 Jahren einen Median von 3.286 Euro. Netto bleiben davon in Steuerklasse I ohne Kinder rund 2.210 Euro. Im TVöD beginnt Entgeltgruppe 7 mit 3.294,98 Euro.
Was verdient ein Ergotherapeut nach der Ausbildung?
Für Ergotherapeutinnen unter 25 Jahren in Vollzeit liegt der Median bundesweit bei 3.286 Euro brutto im Monat. Einen eigenen Wert für Hessen weist der Entgeltatlas in dieser Altersgruppe nicht aus.
| Einstieg im Vergleich | brutto im Monat |
|---|---|
| Ergotherapie unter 25, Median Deutschland | 3.286 € |
| Ergotherapie unter 25, mittlere Hälfte | 2.952 bis 3.691 € |
| TVöD, Entgeltgruppe 7, Stufe 1 | 3.294,98 € |
| TVöD, Entgeltgruppe 7, Stufe 2 | 3.537,94 € |
| Physiotherapie unter 25, Median Deutschland | 3.216 € |
Quellen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Vollzeit, Daten zum 31. Dezember 2025. TVöD, Entgelttabelle der kommunalen Arbeitgeber (VKA), gültig ab 1. Mai 2026.
Später steigt das Gehalt. Zwischen 25 und 55 Jahren liegt der Median bundesweit bei 3.695 Euro. In Hessen beträgt er über alle Altersgruppen 3.765 Euro. Die Zahlen für Hessen und die Nettorechnung findest du im Text Was verdient ein Ergotherapeut in Hessen?
Welche Möglichkeiten gibt es nach der Ergotherapie-Ausbildung?
Nach drei Jahren Ausbildung mit 2.700 Stunden Unterricht und 1.700 Stunden Praxis stehen dir viele Arbeitsfelder offen. Die Bundesagentur nennt diese Arbeitsorte:
- Praxen
- Krankenhäuser und Reha-Kliniken
- Gesundheitszentren
- Heime und soziale Einrichtungen
- Förderschulen und Frühförderzentren
Deine erste Stelle bestimmt mit, in welchem Fachgebiet du Erfahrung sammelst. Infrage kommen etwa Neurologie, Handtherapie, Psychiatrie oder Geriatrie.
Für die Arbeit brauchst du die Erlaubnis, die Berufsbezeichnung Ergotherapeutin zu führen. Sie wird nach bestandenem Examen auf Antrag erteilt.
Fange ich besser in der Praxis oder in der Klinik an?
Beides ist ein guter Start. Welcher Weg besser passt, hängt von deinen Zielen ab. In einer Klinik mit TVöD ist das Gehalt über Entgeltgruppe und Stufe festgelegt. Die Therapie gehört dort zur Krankenhausbehandlung.
Fängst du in einer Praxis an, begleitest du Patientinnen über eine ganze Verordnung mit bis zu zehn Terminen. Je nach Diagnose können weitere Verordnungen folgen. Du planst die Therapie selbst und schreibst die Berichte. Hausbesuche machst du, wenn die Ärztin sie verordnet. Bei Blankoverordnungen entscheidest du zusätzlich über Heilmittel, Menge und Frequenz.
Den ausführlichen Vergleich findest du im Text Als Ergotherapeut in die Klinik oder in die Praxis?
Wie lange dauert die Einarbeitung, und wie viele Patienten habe ich am Anfang?
Gesetzlich geregelt ist die Einarbeitung nicht. Jede Praxis und jede Klinik plant sie selbst. Frag deshalb im Vorstellungsgespräch nach den Punkten, die dir am Anfang Sicherheit geben:
- Dauer der Einarbeitung und deine feste Ansprechperson
- Zahl der Patientinnen am Tag zum Start und wann es mehr werden
- Zeit für Dokumentation und Berichte
- Fortbildungen im ersten Jahr
Für die Zeit pro Behandlung gibt es einen Maßstab. Der Kassenvertrag rechnet für eine motorisch-funktionelle Einzelbehandlung 45 Minuten. Davon sind 30 Minuten Therapie und 15 Minuten Vor- und Nachbereitung.
Die Probezeit darf laut § 622 BGB höchstens sechs Monate dauern. In dieser Zeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen.
Lohnt sich ein Studium nach der Ausbildung?
Ein Studium erweitert deine Möglichkeiten. Du kannst es auch neben dem Job machen. An der Hochschule Bochum zum Beispiel wird die Ausbildung angerechnet. Du steigst ins dritte Semester ein und brauchst bis zum Bachelor of Science noch fünf Semester. Die Regelstudienzeit liegt bei sieben Semestern.
Die Kurse liegen dort an zwei oder drei festen Tagen zwischen Mittwoch und Freitag. Weitere Studiengänge findest du in der Studiengangsuche des Berufsverbands DVE.
Ein Studienabschluss zahlt sich zum Beispiel beim Unterrichten aus. Lehrkräfte mit Hochschulabschluss an Schulen für Gesundheitsberufe stehen im TVöD in Entgeltgruppe 11. Direkt an einer Hochschule ausgebildet wurden bisher wenige. Laut Heilmittel-Report 2026 des WIdO lag ihr Anteil 2019 bei 1,6 Prozent eines Jahrgangs.
Wie bewerbe ich mich als Berufsanfängerin?
Eine gute Bewerbung ist kurz und konkret. Schreib, wo du deine Praxiseinsätze hattest und welche Fachgebiete dir liegen. Was du dir für die Einarbeitung wünschst, darfst du offen sagen. Weil Ergotherapie ein Engpassberuf ist, hast du auch als Berufsanfängerin eine gute Position.
So ist es bei AMILU
Bei uns kannst du direkt nach der Ausbildung anfangen. Wir setzen eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium der Ergotherapie voraus. Erfahrung in Neurologie oder Handtherapie ist optional.
Bei uns gilt der Grundsatz „Kollegen helfen Kollegen“. Für fachliche Fragen hast du deshalb immer einen Ansprechpartner.
Unsere Ergotherapie ist eine junge Sparte am Holzweg 14, im selben Gebäude wie Physiotherapie und Training. Wir behandeln dort Erwachsene, vor allem in der Handtherapie, Neurologie und Orthopädie. Hausbesuche machen wir in Oberursel. So lernst du in einem Haus mehrere Fachgebiete kennen.
Wir unterstützen Fortbildungen und geben dir Extra-Urlaub dafür. Bewerbungsunterlagen brauchst du nicht. Philip Brandscheid möchte direkt mit dir sprechen.
Unsere Stelle für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in Oberursel steht auch Berufseinsteigerinnen offen. Wenn du erst unverbindlich sprechen willst, nutze die Initiativbewerbung. Du erreichst uns per Kurzformular oder per WhatsApp an 0176 3070 1607.