Krankengymnastik am Gerät (KGG) heißt auch gerätegestützte Krankengymnastik. Gemeint ist Physiotherapie an medizinischen Trainingsgeräten, die Ihre Ärztin oder Ihr Arzt als Heilmittel verordnen kann. Die Heilmittel-Richtlinie, die diese Verordnungen regelt, nennt dafür Sequenztrainingsgeräte sowie Hebel- und Seilzugapparate. Infrage kommt KGG vor allem bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule, nach Verletzungen und Operationen sowie bei muskulärer Schwäche.
Was ist der Unterschied zwischen KG und KGG?
Die klassische Krankengymnastik (KG) ist meist eine Einzelbehandlung mit Übungen und Techniken, die mobilisieren und stabilisieren. In der KGG betreut eine Therapeutin oder ein Therapeut bis zu drei Patientinnen oder Patienten gleichzeitig an Geräten, jeweils nach einem eigenen Plan. Die Heilmittel-Richtlinie verlangt, dass die Therapeutin oder der Therapeut dabei jede Patientin und jeden Patienten unmittelbar anleitet und beaufsichtigt.
Wie läuft die KGG bei uns ab?
Am Anfang steht der physiotherapeutische Befund, für den wir Ihre Beschwerden und Ihr Krankheitsbild untersuchen. Daraus entsteht ein Trainingsplan, der auf Ihre Diagnose abgestimmt ist.
Im Mittelpunkt stehen alltägliche Bewegungsabläufe, die Sie so lange wiederholen, bis sie sicher und automatisiert ablaufen. Sie üben dreidimensional, also in mehreren Bewegungsebenen. Die Gewichte entsprechen der Belastung in Ihrem Alltag. Ziel ist, Muskelkraft und Stabilität wieder aufzubauen, wobei auch das Herz-Kreislauf-System gefordert wird.
Die Leistungsbeschreibung der Krankenkassen nennt für KGG eine Regelbehandlungszeit von 60 Minuten je Patient als Richtwert. Gemeint ist die Zeit, in der Sie behandelt werden. Abrechnen dürfen KGG nur Therapeutinnen und Therapeuten mit abgeschlossener Fortbildung KG-Gerät, die mindestens 40 Unterrichtseinheiten umfasst.
Wie geht es nach der Verordnung weiter?
Physiotherapie und Training liegen bei uns im selben Haus am Holzweg 14, die Therapie im ersten Obergeschoss und das Training im Erdgeschoss und Untergeschoss. Nach den verordneten Einheiten können Sie in unserem Medizinischen Training weitertrainieren. Es beginnt mit einer Eingangsanalyse, auf deren Grundlage Sie nach Plan an EGYM- und fle-xx-Geräten trainieren.
Welche Trainingsleistungen die Krankenkasse übernimmt, erklärt unser Ratgeber Training auf Rezept. Bei chronischen Rückenschmerzen bieten wir im Haus außerdem die FPZ-Rückentherapie an.